Paris! Stadt der Liebe!   Teil 2

Du kennst weder Tag noch Stunde…

»Tolles Liebesabenteuer! «, dachte sich Nina, »... was habe ich mir dabei gedacht? Verdammt! Wie bescheuert muss man denn sein! Was für ein Furz im Kopf, um in eine fremde Stadt zu einem Baurölps zu fahren. Er hätte mich doch… umbringen können!!! Das kann ich als eine Lektion für die Zukunft abbuchen«, versuchte sie gute Seiten an dem Ganzen zu finden, »…jetzt fahre einfach nach Hause und vergiss alles. «

Sie ging zum Check-in, doch anscheinend haben sich die Fluggesellschaften auch noch gegen sie verschworen! »5 Stunden Verspätung!... Wird dieser Horror niemals enden?! « Susi beruhigte Nina mit einer SMS. Doch sie verbot ihr unter Androhung von Folter, mit IRGENDJEMANDEM über ihr Fiasko zu sprechen.

Nach ein paar Stunden des Wartens war sie, allein vom Anblick der schrecklichen Leute, gelangweilt und erschöpft. Die Dame an der Bar hat in dieser Zeit mindestens 200 Kaffees gebrüht. Sie musste schlimm ausgesehen haben, denn irgendwann bot ihr ein junger Mann ein Stück Buttercremetorte an. Es war nicht gerade ihr Geschmack, aber ›in der Not frisst der Teufel Fliegen‹ … Es schien, als wenn sie, mit der Buttercremetorte, doch noch einen Joker gezogen hätte. Sie war ausgehungert, denn seit dem Morgen hatte sie nichts im Mund gehabt, und ihr alternder Romeo war auch ein ausgesprochener Geizkragen. Fast hatte sie den Verdacht, dass er sie durch aushungern weich klopfen wollte …

»Hi, ich bin Konrad, guten Morgen«, sprach mich der wartende Passagier mit dem Gebäck an.

 

»Für einen gut, für anderen weniger…«, schmetterte sie gereizt zurück.

 

»Warten Sie auf den Flug nach München? Ich dachte, zu zweit wäre vielleicht angenehmer zu warten...«

 

»Ehrlich gesagt, hatte ich heute schon genug Gesellschaft ...«

 

»Was ist passiert? «Er gab nicht auf.

 

»Willst du es wissen? Also gut, ich erzähle es dir. Schlimmer kann es nicht werden. «

Und sie erzählte von ihrer Online-Affäre, großen Träumen und einer noch größeren Enttäuschung. Konrad hörte aufmerksam zu. Aber er lachte nicht darüber. Er verstand sie. Sie sah sich ihn genauer an. »Hätte nicht er in Paris auf mich warten können? Leicht ergraute Schläfen, blaue Augen ... Gott! Ich schaue jeden Typen, als einen potenziellen Liebhaber an. Verdammt, bin ich verzweifelt! «, ermahnte sie sich schon selbst.

Sie redeten stundenlang miteinander… Auch der Flug war angenehm. Sie haben sich nebeneinander gesetzt. Das tat ihnen gut… Aber nach der Landung gingen sie getrennte Wege. Sie mochte ihn und sie war froh, dass sie mit jemandem gesprochen hatte, den sie nie wieder sehen würde. Sicher ist sicher…

Nach einigen Tagen klingelte bei Nina das Telefon:

»Konrad… «, hörte sie im Hörer. »Wie zum Teufel ist er an meine Nummer gekommen? «

Sie weiß es bis heute nicht, obwohl sie seit einem Jahr zusammen sind. Konrad erwies sich als der Sechser in Lotto. Sie hat sich in ihn über beide Ohren verliebt und diesmal beruht es auf Gegenseitigkeit! Übrigens, es ist Leidenschaft im Tangoschritt ...