Der Weg der sechs Schritte, um aus der Matrix auszusteigen …
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Nicht wenige Zuschauer die einen Matrix-Film sehen, fangen plötzlich an auf ihren Sitzen nervös hin und her zu rutschen. Ihnen dämmert etwas …

Könnte es sein, dass dieser Film über uns selbst ist? Unser Alltag hat eine enorme Ähnlichkeit mit der virtuellen Realität in diesem Film. Es scheint, dass der ›Computer‹ unseres eigenen Geistes und dessen Programme diese Realität durch eine ständige und zwanghafte Flut an Gedanken und Emotionen, erschafft. Wenn wir dem völlig ahnungslos folgen und sich dem hingeben, dann macht das aus uns Süchtige,  Kranke, oder Idioten. Wir taumeln frustriert und in der Tat immer unglücklicher, wie in einem schlechten Traum.

Oder doch Film? …

 

Was begeistert uns, an dem, was nicht begeisternd ist?

 

Natürlich gibt es Menschen, die überhaupt nicht aufwachen wollen. Vielleicht plötzlich und überraschend tun sie es doch. Aber im Moment sitzen wir alle in der Matrix und füttern diese mit unseren, oft unfreiwillig generierten Emotionen, wie Angst, Furcht, Gier, Sorge und sogar Ekstase. Wir vergraben uns in der Vergangenheit, grübeln oder fürchten uns vor einer Zukunft, die es noch nicht gibt.

 Ups! Gute Nachricht, denn ohne unser Ego kann die Matrix gar nicht existiert und wird sich auflösen. Noch nähren und pflegen wir sie durch unsere ständig bewertende Gedanken und aufkommende Emotionen. Also ein selbst zugelassenes Übel, oder? Hmm …

Es ist nicht nötig, nachzufragen, wann das alles angefangen hat. Oder, warum sich diese Energie des ängstlichen Egos vieler Generationen, die um jeden Preis auf der Erde überleben wollten, in einem solchen Ausmaß angesammelt und diese Matrix erschaffen hat? Es ist sicher, dass dieses Gebilde bereits ein eigenständiges Wesen ist, und um jeden Preis überleben will.

 

Der Film »Matrix« funktioniert auf zwei ziemlich komplizierten Ebenen. Die erste hängt mit dem System des kommerziellen Weltbankenwesen zusammen. Der Einzelne ist nicht mehr wichtig, es geht nur noch um das getarnte Wohl der Gesellschaft, und was wirklich zählt, sind Geld und Macht. Die so genannten ›Wächter‹ der sozialen Werte mischen sich ein in Angelegenheiten, die den Geist und den Körper der Menschen betreffen. In Wirklichkeit geht es um das System der Ausbeutung und um die Maximierung des Finanz- und Energiesektors. Das Handelsrecht und das Recht im Allgemeinen, dienen der Versklavung des Einzelnen unter dem Vorwand des Allgemeinwohls. In der Tat wird uns zum Beispiel ein Führerschein, eine Baugenehmigung für ein Haus und viele andere Dinge aufgezwungen, die auf dem Seerecht beruhen. All dies dient nicht dem Wohl, sondern der Versklavung des Einzelnen. Haben wir das schon irgendwo gesehen? Womit assoziieren wir das ?

 

Die zweite Ebene berührt die dimensionsübergreifende Dinge, wie die Illusion des Lebens. Die menschlichen Möglichkeiten sind unbegrenzt. Wir können praktisch alles tun, weil wir elektromagnetische Wellen/Frequenzen wahrnehmen können. Wir können mit unvorstellbaren Lichtgeschwindigkeiten miteinander kommunizieren. Jeder von uns besitzt unergründliche Kräfte der eigenen Existenz, des Selbst, oder anders gesagt der Göttlichkeit. Alles, was uns fehlt, ist das entsprechende Bewusstsein und damit verbundene Entscheidung dazu.

 

Wo ist der ›red button‹?

 

Wir stecken in der Illusion der Matrix fest, doch vielen gefällt das leider. In der Tat kann niemand sagen, was die Matrix ist, aber praktisch kann diese jeder von uns sehen/fühlen. Wir denken, dass wir in einer ›äußeren Welt‹ leben, doch in Wirklichkeit leben wir in der selbsterschaffenen Weltvorstellung, die unsere Illusion, unsere Matrix, unser Computerprogramm ist.

 

Ich will niemanden mit den Illuminaten, und auch niemanden mit kollektiver Verantwortung erschrecken, aber was ist aus der Menschheit geworden, wenn allein im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschen ermordet wurden? Diese schreckliche, aus Schmerz und Ungerechtigkeit geborene Energie schwebt in Form eines riesigen Schmerzkörpers, den wir jeden Tag mit unseren Ängsten und anderen Emotionen füttern, die alle aus dieser grundlegenden Emotion hervorgehen. Aus Angst. Der Film vereinfacht die Darstellung vieler Dinge, aber die Matrix ist tiefer und viel komplizierter. Sie ist multikomplex.

 

Die Matrix ist ein System, das uns leider nicht dient. Ich möchte nicht das passendere Wort verwenden, dass das System unser Feind ist, denn es fällt mir immer schwerer, etwas zu beurteilen. Ich möchte eher als Beobachter darüber schreiben. Eines ist sicher, ich sehe leider jeden Tag, dass die Menschen sich gar nicht von diesem System trennen wollen.

Sie sind dazu noch nicht bereit!

Einige sind einfach nur gleichgültig, und andere sind so hoffnungslos vom System abhängig, dass sie sogar dafür kämpfen werden, damit sich nichts ändert. Und das ist gut so, denn auch dies sollte akzeptiert werden. So sind wir gemacht, anscheinend braucht jeder von uns für die Entwicklung und abhängig von der eigenen Bewusstseinsstufe, eine entsprechende Erfahrung. Für einen Film wie »The Matrix« wäre man vor 150 Jahren sicher bei lebendigem Leib verbrannt worden. Oder auch heute in einigen Ländern vielleicht gefoltert worden. Und warum, glauben wir, wurde das eher schwache Buch »The Leonardo da Vinci Code« ein Weltbestseller? Weil die Menschen beginnen, ›zwischen den Zeilen‹ zu lesen, und erkennen, dass sie sich seit Tausenden von Jahren dieser Täuschung nicht bewusst waren …

 

Sechs einfache Schritte, wie man aus der Matrix aussteigt

 

Schritt 1: Bestimmung des Nullpunktes

 

Wir jagen Sehnsüchten und unerfüllten Träumen hinterher. Das Ego wird wie ein Kind durch Geld, Macht, Prestige, Gesundheit  und ein glückliches Leben  gelockt. Jeder für sich hat seine eigenen Favoriten. All das verbirgt sich hinter dem mächtigen ›Eisentor‹, das direkt vor uns steht. Ermutigt durch unseren Ehrgeiz, in Gestalt des Egos, verfolgen wir im Laufe unseres Lebens verschiedene Ziele. Man strebt ständig nach etwas und will immer etwas erreichen. Diese lärmende innere Unruhe wird von den eigenen Ängsten erzeugt, weil man immer noch nicht da ist wo man sein wollte, und noch nicht das hat was man haben wollte. Wir sind nie zufrieden, wir wollen immer etwas anderes, besseres, schöneres, raffinierteres, teureres als das, was wir gerade haben. Auf diese Weise versuchen wir, unsere Ziele zu erreichen, bis wir sterben und erkennen, wie sinnlos das alles war.

 

Es ist etwas anderes, wenn wir uns darauf einlassen, und das Ganze, als ein Spiel, ein Programm, eine Erfahrung betrachten. Wir entziehen dadurch dem Ego unser Vertrauen und entmachten es. Solange wir in dieser Matrix leben, müssen wir uns an dem ›Spaß‹ mit beteiligen, denn wir haben einen Körper und einen Geist, um diese wir uns kümmern müssen. Aber wir müssen erkennen, dass dies eine Illusion ist. Wir müssen zu wachsamen Beobachtern des Geistes werden, wenn das Ego allen anderen die Schuld geben will, nur nicht sich selbst. Wenn es beginnt uns mit Gedanken zu quälen, die sofort Emotionen bei uns auslösen, mit denen die Parasiten, oder die Informations-Matrix gefüttert werden, wie Angst, Wut, Sorge, Eifersucht, Mangel/Leere, oder Aufregung. All das sind sehr niedrige Schwingungen.

 

Wenn das Ego uns also wiedermal vernebeln will, muss man dem ausweichen. Kommen wir in die Ausgangsposition – dem Nullpunkt. Begeben wir uns in die höheren Schwingungen, um die höheren Chakren zu öffnen. Machen wir das, was Freude macht. Seien wir kreativ. Singen, Tanzen, Lachen, trinken wir mehr klares Wasser, laufen wir in der Natur, atmen wir tief durch … Alles bringt die Schwingung höher! Seien wir in jeder Art kreativ, lassen wir uns auf die einfachsten Tätigkeiten ein, und weisen wir jeden aufdringlichen Gedanken ab. Es geht darum eine ›Null-Punkt‹-Ausgangsposition durch ein bewusstes Statement zu erschaffen. Sage: ›Tschüss Ego, ich bin raus‹.

Du kommst nackt auf die Welt und so wirst du sie auch wieder verlassen. Das ist kein Grund, traurig zu sein, denn wir, als Geist/Seele/Bewusstsein sind ohnehin unsterblich. Es ist ein Grund, um über sich selbst in diesem Spiel zu lachen. Werden wir uns des Schöpfers in uns bewusst. Erschaffen wir etwas selbst, und wenn es nur ein neues Apfelkuchenrezept ist.

 

Schritt 2: Der Beginn der Suche nach Spiritualität

 

Ja, wir beginnen bereits zwischen den Zeilen zu lesen. Du beginnst zu verstehen, dass das Ego nicht du bist. Dass es eher eine eigene Schöpfung deines Geistes ist. Du benutzt den Verstand, um sich selbst zu betrachten. Du entdeckst die Funktionalität der Gedankenprogramme, und du beginnst nach dem Weg zur Erleuchtung zu suchen. Du wendest dich also der Spiritualität zu. Natürlich ist es dein Ego, das nach spirituellen Erfahrungen sucht und ein Dogma, einen großen Meister finden zu wollen, um einen Zustand dauerhaften Glücks zu erreichen. Du bist aber schon in der Lage zu spüren und zu unterscheiden, wann das Ego dich zu vernebeln versucht, und du lachst darüber, weil du dich schon unter den Erwachten siehst. Auf die eine oder andere Weise suchst du noch. Viele gehen weiter in die Kirche, oder sogar nach Indien. Sie sind auf der Suche und auf dem Weg ….

 

Schritt 3: der tote Punkt

 

Du suchst und suchst, und plötzlich stellst du fest, dass es dich erschöpft und du es dessen leid bist. Du stellst außerdem fest, dass du es nicht außerhalb von sich selbst finden kannst. Du hörst auf in allem und jedem außerhalb von dir die Schuld zu sehen, weil du jetzt verstehst, dass das deine eigenen Konstrukte sind. Du selbst hast zu dieser Realität beigetragen, die für dich so schmerzhaft ist. Jetzt wird dir bewusst, dass alles schon längst in deinen Händen liegt, auch der Sinn deines Lebens. Alles ist schon in dir. Du  beginnst mehr und mehr in dein Herz zu fühlen und hinabzusteigen. Du hörst auf zu be-urteilen und zu beschuldigen. Jetzt erkennest du deutlich, dass alles, was du außerhalb von sich selbst gesucht hast, bereits in dir vorhanden ist. Du verlässt die Rolle des spirituell Suchenden und lässt die ›erhabenen Ziele‹ der Vergangenheit hinter sich. Und beim Kontakt mit der Natur verlierst/vergisst du manchmal für einen Moment sogar dein Ego. Du erlebst für einen Moment ein Aufblitzen des Bewusstseins, als eine warme Welle von glücklichem Frieden … Dies wird Satori genannt.

 

Eckhart Tolle wurde eines Tages von einem Mann angesprochen der sagte, dass er so gerne das hätte, was Tolle hat: diese Freude am Dasein, dieser Frieden, dieser strahlende Frieden. Darauf antwortete Tolle: ›Aber das alles haben Sie doch schon.‹

 

Schritt 4: Du wirst dir deines inneren Selbst bewusst.

 

Dies ist bereits der Beginn der inneren Reise, die dich aus der Matrix herausführt, über den Verstand hinaus. Wenn du diese Reise erst einmal begonnen hast, kannst du die Matrix zunehmend hinter sich lassen. Du kannst in das ›Hier und Jetzt‹ wechseln. Du hörst auf dich mit irgendetwas abzulenken, und jeden Gedanken mit offenem Mund zu verfolgen. Aber du fängst an dich von allem zu befreien. Deine aufgezwungenen Gedanken verschwinden. Du fängst an in dich zu gehen, doch du siehst, dass es immer noch viel zu tun gibt. Und viele Dinge können dich immer noch aus deinem hart erarbeiteten Gleichgewicht bringen. Trotzdem lache über dich selbst, denn du weißt, dass die Matrix noch immer ihre langen Schatten voraus wirft. Doch es kommt immer mehr Bewusstsein in dein Leben und dessen bist du dir immer mehr bewusst.

 

Schritt 5: Willkommen zu Hause, oder das Erwachen

 

Du bist dir jetzt deiner Existenz durch deine eigene Form und Gestalt, wie auch deines Geistes bewusst, aber du identifizierst dich nicht mehr damit. Du wendest dich an das eigene Selbst, das ›Ich Bin‹. Du grüßt dich so zu sagen selbst, also dich als Buddha, Jesus, Seele, die Göttlichkeit, oder, wie du es auch nennen willst. Das macht gar nichts, denn du bist endlich zu Hause angekommen. Du hast dich selbst erreicht, dieses unveränderliche, unsterbliche ICH. Du bist bewusst, erleuchtet, erwacht. Du lebst im Hier und Jetzt und hast genug Klarheit, um zu wissen, dass du in jedem nächsten Moment nicht die Last der Erfahrungen der Vergangenheit tragen muss. Du spürst eine friedliche Freude. Du lebst jetzt im gegenwärtigen Moment. Doch bist du jetzt wirklich frei? Es stellt sich heraus, dass es noch einen weiteren Schritt für dich gibt.

 

Schritt 6: Die Rückkehr

 

Dies ist der Schritt, der dich zu dem Punkt zurückbringt, an dem die ganze Reise begann. Du kehrst in die Matrix zurück, in die Welt des täglichen Lebens. Aber Du hast dich schon verändert, seitdem du den ersten Schritt aus der Matrix wagtest. Du hast dein Ego gezähmt, dein Geist ist jetzt dein Freund, du bist dir deines Seins bewusst, und die leere Blase, in der du warst, pulsiert jetzt mit Leben. Von diesem Moment an wird die Welt für dich völlig anders. Du fütterst die Matrix nicht mehr, du erfährst sie. Du stürzt dich in den Fluss des Lebens und verbindest dich mit dem Universum. Die Welt wird von neuem zu einem Abenteuer. Das Universum ist dir wohlgesonnen. Während dieser Zeit kannst du anderen helfen zu erwachen, und die Freude am Dasein und um die Zuneigung für alle und alles zu teilen. Du liebst …

Denn du bist, wer du bist …

 

Quellen: Frank M. Wanderer »Die Revolution des Bewusstseins: De-Konditionierung des programmierten Verstandes« (The Revolution of Consciousness: De-conditioning the Programmed Mind ), Eckhart Tolle »Die Kraft der Gegenwart«

 

Ich bin, der Ich Bin …