Die Begleiter - eine Chronik

 

24.09.2020

 

Seit Tagen fühle ich mich energetisch ›unterernährt‹… Bin müde, unkonzentriert und lustlos. Ich habe den Eindruck mich ständig im Kreis zu drehen, als wäre ich mit einem Bein festgetuckert.

›Hilfe!!‹, schrie es in mir.

»Wie kann ich dir helfen?«, hörte ich die Antwort.

»Kannst du mir ein Tipp, einen Hinweis geben, wie ich voran komme? Ich habe den Eindruck…«

»…wie ein Zirkel zu sein? Dabei ist es ganz einfach: lasse los!«

»Wie? Ich soll das Bein loslassen? Dann kann ich doch erst recht nicht weiter laufen…nicht einmal stehen?« Ich war etwas irritiert.

»Nein, natürlich nicht so. Aber warum hast du solche Angst das los zu lassen? Hast du Bedenken dein Gleichgewicht zu verlieren?«

»Jjjaa… Da ist schon was dran… «

»Und was genau?«

»Dass ich nicht weiß, wie sich das inzwischen anfühlt,... das geradeaus und losgelöst zu laufen?... «

 

»Und warum?«

»Weil ich mich daran gewöhnt habe?...«

 

»Ist das alles?«

 

»Weil ich das so gelernt habe..., schon immer so gemacht habe?... Bis jetzt hat es funktioniert...«

»Das sind Fragen auf die du dir gerade selbst antwortest. Du sprichst von Ängsten und Gewohnheiten. Viele Gewohnheiten sind gut, weil sie dir helfen viele wichtige Vorgänge zu regeln und zu ordnen. Manche werden zur Traditionen, oder Ritualen. Wenn du zum Beispiel Frühsport, oder Meditation zur Gewohnheit machst, fördert es deine Gesundheit und das Wohlbefinden. Es gibt aber auch andere. Es gibt Gewohnheiten, die dich wie ein starres Korsett einschränken und in dieser Position ewig festhalten und unbeweglich machen. Wohlgemerkt, alle selbstgemacht und angenommenen.

Wie fühlt man sich, wenn man diese loslässt?«

»Freier. Leichter. Da möchte man als erstes tief durchatmen…«

»Genau… Sicher kennst du selber solche ›Befreiung‹, nachdem du lästige Gewohnheiten losgelassen hast, oder unangenehmen Situationen entkommen bist. 

Was dich, und nebenbei bemerkt, auch deine Energie bei diesen Sachen einschränkt, ist nur deine eigene Denke. Das ist die Angst mit ›nur einem Bein‹ hinzufallen, die Orientierung, bekannte Wege, oder Denkmuster, zu verlieren…Du glaubst, dass das deine sichere Basis ist. So hast du es gelehrt bekommen und so hast du es übernommen. Nun hast du Angst dadurch aus dem selbst angelegten Komfort-Schrebergarten raus zu kommen. Hier ist alles in Reih und Glied und darf durch das eingetrichtete Wissen und Denken ›gedeihen‹… Wenn du aber weiterkommen willst, dann ist es notwendig was zu ändern. Wenn du ständig ›im Kreis läufst‹, um in deinem Beispiel zu bleiben, kannst du nicht erwarten, dass du ein anderes Ergebnis bekommst, als immer wieder an den Ausgangspunkt zurück, anstatt voran zu kommen... Dass du erkannt hast, dass etwas festgefahren ist in deinem Leben und nun nach Lösungen suchst, ist ein 7-Meilen-Schritt für deine Entwicklung. Löse dich von dieser einschränkenden Perspektive.

 

Was glaubst du, was dann passiert, wenn du das tust?

Du stellst als erstes fest, dass du nicht umfällst, sogar laufen kannst… Du überlässt deinen ›Garten‹ der eigenen Natur. Dadurch bekommst du neuen Blick auf das Ganze und siehst, wie natürlich sich alles selbst entwickelt kann und, wie harmonisch dann alles miteinander schwingt. Du erkennst und fühlst die Schönheit neu. 

Hier noch eine Anregung: kennst du den Unterschied zwischen ›normal‹ und ›natürlich‹? Wenn du dich den NORMEN unterwirfst, dann verleugnest du den NATUR gegebenen Ursprung von allem was ist... Und wer hat die Normen erstellt?...

 

Alle Ängste sind Emotionen die dich klein halten. Jetzt hast du deine Perspektive, deinen Blickwinkel geändert, wodurch du das Ganze überblicken kannst. Jetzt kannst du leichter entscheiden, ohne Ängste im Nacken. So kannst du dir selbst helfen, indem du die emotionale Ebene verlässt, denn aus der Perspektive der sachlichen Ebene eröffnen sich plötzlich neue Möglichkeiten. Diese waren, übrigens, schon immer da, nur du konntest sie aus deiner Froschperspektive nicht sehen …

 

Der Garten repräsentiert deine angelegten Potentiale, deine Ideen, dein Denken, die sich nur dann entwickeln und gedeihen können, wenn sie sich frei entfalten können und nicht eingeschränkt werden. Das zu erkennen und danach zu handeln nennt man Bewusstseinserweiterung… Und siehe da, dein Garten wird immer schöner.«

»Danke...«

»Sei gesegnet...«

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